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Benutzerverwaltung bei UNIX/Linux-Systemen 1. Einleitung Auch bei UNIX-Systemen hat, insbesondere bei der Administration von den zahlreichen zur Verfügung gestellten Diensten, die Zuhilfename einer GUI (Graphical User Interface), einer grafischen Benutzeroberfläche Einzug gehalten. Für viele Punkte ist dies sicher auch sehr nützlich, jedoch hat der Autor feststellen müssen, dass bei einer großen Zahl von zu verwaltenden Benutzern z. B. yast von SuSE Probleme zu haben scheint. Jedenfalls hat yast nach Editieren der Passwortdatei "per Hand" die zentralen Dateien zur Benutzerverwaltung gelöscht (immerhin wurde jedoch eine Sicherheitskopie angelegt). Ob es sich hier nun um einen Bug gehandelt hat oder ob das Problem daher rührte, dass beim Editieren ein Fehler in die Dateien gelangte (in den Dateien soll man nicht editieren:-)), ist man auf alle Fälle bei der Benutzung der Kommandozeilentool auf der sicheren Seite. Außerdem lassen sich damit darüberhinaus noch Skripte erzeugen. 2. Benutzerverwaltung 2.1. Neue Benutzer anlegen Wenn man einen neuen Benutzer anlegt, werden insbesondere folgende Informationen benötigt:
- UID - die User Identification (Number), eine Zahl, welche den Benutzer im
System identifiziert. Diese sollte vor allem bei Verwendung von NFS-Mounts im
ganzen System eindeutig sein. 2.2. Passwörter vergeben
Ist ein Account wie zuvor beschrieben angelegt worden ist dieser erst einmal
gesperrt, d. h. der User kann sich nicht einloggen. Der Administrator kann
nun wie folgt vorgehen. Entweder der Account soll als ssh-Zugang mittels
Publickey genutzt werden (siehe hierzu die Dokumentation auf diesen Seiten),
oder aber der Benutzer soll sich direkt auf dem System einloggen dürfen,
was am heimischen PC sicher üblich sein wird. Im ersten Fall editiert man
einfach die Datei /etc/shadow und setzt das Passwort auf einen "*" (eine
detailierte Erläterung der Datei erfolgt weiter unten in diesem Dokument),
d. h. der Benutzer darf sich am System nicht einloggen (darf er dann via ssh
trotzdem und ist damit die sicherste Art einem Benutzer Zugriff auf ein System
zu gewähren. Die übliche Art des Direktzugriffs erfordert hingegen
ein Passwort, das mög;glichst den geltenden Sicherheitsstandarts
entsprechen sollte (siehe hierzu auch den Vortrag über Systemsicherheit
von Jörg Schütter). Ein Passwort vergibt der Administrator wie folgt:
2.3. Benutzer löschen
Noch einfacher als einen Benutzer anzulegen ist der Vorgang diesen wieder zu
löschen. Dies geschieht mit dem Befehl: 3. Gruppenverwaltung 3.1. Neue Gruppen anlegen
Möchte man für einen bestimmten Benutzerkreis besondere Rechte
vergeben, läßt sich das am besten durch eine eigene Gruppe
realisieren. Eine Gruppe wird durch folgendes Kommando angelegt:
3.2. Gruppen löschen
Möchte man die Gruppe wieder entfernen geschieht dies wie folgt:
4. Wichtige Dateien und Verzeichnisse 4.1. Dateien zur Benutzerverwaltung 4.1.1. Die Datei /etc/passwd
/etc/passwd ist die zentrale Datei in der alle Benutzerinformationen abgelegt
werden. Die Datei hat folgenden Aufbau:
4.1.2. Die Datei /etc/shadow
Die Datei, in welcher alle relevanten Informationen rund um das Passwort
abgelegt werden kann nur von root gelesen werden. Sie hat folgenden Aufbau:
4.1.3. Die Datei /etc/default/useradd In dieser Datei sind die Standartvariablen enthalten, die eingesetzt werden wenn bei "useradd" an den entsprechenden Stellen nichts angegeben wird. Hier lassen sich auch Standartwerte für z. B. den Ablauf des Passworts, etc. angeben. Details sind den Manpages zu entnehmen. 4.1.4. Das Verzeichnis /etc/skel Alle Dateien in diesem Verzeichnis werden beim Ausführen des Befehls "useradd" mit der Option "-m", also beim gleichzeitigen Anlegen des Home Directories des Benutzers in dessen Verzeichnis kopiert. Außerdem werden selbstverständlich alle Rechte entsprechend gesetzt. In dem Verzeichnis kann beispielsweise ein Standart .profile abgelegt werden. 4.2. Dateien zur Gruppenverwaltung 4.2.1. Die Datei /etc/groups
In dieser Datei werden alle Informationen zu den Gruppen abgelegt. Die Datei
hat folgenden Aufbau:
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