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Informationen zu Linux, Linus Torvalds, GNU und die GPL


Linux

Linux ist ein Betriebssystem für eine Vielzahl von Plattformen. Es wurde von dem damals 21-jährigen Linus Torvalds 1991 begonnen und wird seither von einer Vielzahl an Entwicklern aus aller Welt weiterentwickelt.

Linux wurde von Anfang an unter die GPL, die General Public License gestellt. Diese Lizenz garantiert jedem den kostenlosen Zugang zum Quellcode des Programms. Linux kann frei und kostenlos verteilt, eingesetzt und erweitert werden. Entwickler haben so Einblick in sämtliche Quellcodes und können dadurch sehr einfach neue Funktionen integrieren bzw. Programmierfehler finden und eliminieren. Treiber für neue Adapter (SCSI Controller, Graphikkarten etc.) können dadurch sehr schnell integriert werden.

Linux selbst wird mittlerweile von knapp 20 Millionen Anwendern auf ca. 16 Millionen Rechnern genutzt - Tendenz steigend. Wenn das bisher exponentielle Wachstum weiter anhält, steht der von Linus in Berlin 1996 angekündigten World Domination nichts mehr im Wege ;-)

Die Benutzergruppe reicht von privaten Anwendern über Schulungsfirmen, Universitäten, Forschungszentren bis hin zu kommerziellen Anwendern und Firmen, die in Linux eine echte Alternative zu anderen Betriebssystemen sehen. Derzeit erfährt Linux seine größten Zuwachsraten im gesamten Internet Server Bereich, in dem es inzwischen aufgrund seiner überragenden Netzwerkperformance und Sicherheitsfeatures eine absolute Spitzenposition eingenommen hat.

Linus Torvalds hat für Linux 2.0 den Linux Pinguin Tux als offizielles Maskottchen gewählt. Der Schöpfer des knuddeligen Pinguins Larry Ewing hat diesen Sympathiträger mit dem Mal- und Zeichenprogramm GIMP (GNU Image Manipulation Program) geschaffen und sein Werk der Linux Gemeinde kostenlos zur Verfügung gestellt.

Linux gibt es in vielen Ausprägungen und von verschiedenen Distributoren auf bestimmte Zwecke optimiert. Eine Übersicht über fast alle Linux-Distributionen gibt es hier


Linus Torvalds

linuslinusLinus Benedict Torvalds ist der Begründer und Chefentwickler des nach ihm benannten UNIX-ähnlichen (unixoiden) Betriebssystems Linux.

Im Jahr 1991 war er als 21-jähriger Informatikstudent an der Universität in Helsinki mit den bestehenden Unix-Versionen für Intel Prozessoren unzufrieden und begann mit Unterstützung vieler weiterer Entwickler sich sein eigenes POSIX kompatibles Betriebssystem zu bauen. Später portierte er den Linux Kernel auf die 64-Bit DEC Alpha Architektur. Alle nachfolgenden Linux Portierungen auf die Architekturen mit Sparc, Motorola 68K, IA64, AMD64, PowerPC, ARM und MIPS Prozessoren wurden von weiteren Freiwilligen mit Teils erheblicher Unterstützung der Herstellerfirmen vorgenommen.

Linus wurde am 28. Dezember 1969 als Mitglied der schwedisch sprechenden Minderheit (ca 6% aller Finnen, schwedisch ist die zweite offizielle Amtssprache in Finnland) in Finnland geboren. Seit 1991 kümmerte er sich fast ausschließlich um die Weiterentwicklung des Linux-Kernels. Unter Zuhilfenahme von vielen weiteren GPL-Programmen, viele aus dem GNU-Projekt, formte sich vor über 10 Jahren das erste komplette Betriebssystem, das als Linux bekannt wurde. Heute gibt es viele verschiedene sogenannte Linux-Distributionen, die neben dem Linux-Betriebssystemkern auch viele Anwenderprogramme beinhalten.

Anfang 1997 ist Linus neben vielen anderen Computerpionieren nach Santa Clara in die USA gezogen. Dort arbeitete er im Silicon Valley für die Firma Transmeta Inc. inzwischen jedoch für die von verschiedenen Unternehmen gesponsorte Open Source Development Labs (http://www.osdl.org). Dort kümmert er sich ausschließlich um die Weiterentwicklung des Linux-Kernels.


Richard Stallman und GNU

richardRichard Stallman (RMS) ist der Gründer des GNU Projekts, das 1984 gegründet wurde um das freie Betriebssystem GNU zu entwickeln. Der Name GNU ist ein rekursives Akronym für "GNU's Not Unix", womit ausgedrückt werden soll, dass GNU Unix zwar ähnlich ist, aber dennoch kein UNIX ist, da komplett neu geschrieben. Zudem wollte sich GNU auch vom unhandlichen UNIX distanziert sehen. GNU ist freie Software, jedem steht es frei, sie zu kopieren und weiterzuverteilen, sowie kleine wie auch große Änderungen vorzunehmen. Heute werden GNU/Linux-Systeme, basierend auf dem Betriebssystemkern Linux, weitverbreitet eingesetzt. Es gibt schätzungsweise ca. 20 Millionen GNU/Linux-User weltweit. Neben Linux gibt es auch andere Betriebssystemkerne (z.B. Hurd oder die UNIX-Derivate BSD) die mit GNU zusammenspielen.

Einen großen Beitrag hatte RMS als Autor der GNU Compiler Collection (GCC), einem portablen Compiler der inzwischen über 30 Architekturen und 7 Programmiersprachen unterstützt. Ebenso schrieb RMS den GNU Symbolic Debugger (gdb), GNU Emacs und verschiedene andere Programme für GNU.


Die General Public License GPL

Die GNU General Public License (GPL) ist eine von der Free Software Foundation (gegründet von RMS) herausgegebene Lizenz für die Lizenzierung freier Software.

Die GPL gewährt jedermann die folgenden vier Freiheiten als Bestandteile der Lizenz:

1. Freiheit:
Die Freiheit, ein Programm für jeden Zweck zu nutzen
2. Freiheit:
Die Freiheit, Kopien des Programms zu verkaufen oder kostenlos zu verteilen (wobei der Quellcode mitverteilt werden oder öffentlich verfügbar sein muss)
3. Freiheit:
Die Freiheit, ein Programm den eigenen Bedürfnissen entsprechend zu ändern.
4. Freiheit:
Die Freiheit, auch nach 3. veränderte Versionen des Programms unter den Regeln von 2. zu vertreiben (wobei der Quellcode wiederum mitverteilt werden oder öffentlich verfügbar sein muss)

Hier ist die GPL als deutsche Übersetzung und die verbindliche englische Fassung der GPL.


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